»MASSENFUNDE IN ARCHÄOLOGISCHEN SAMMLUNGEN«

Archäologische Nassholz- und Eisenfunde bilden zwei problembeladene Gruppen innerhalb der archäologischen Materialien, da sie sofort nach ihrer Entnahme aus dem Boden anfangen, sich zu verändern und Schaden zu nehmen. Diese Schäden sind meist irreversibel und daher möglichst zu vermeiden. Es gibt durchaus einige bekannte Lösungsansätze für dieses Problem, jedoch fehlten bisher ein umfassender Vergleich und eine kritische Evaluierung der Methoden, besonders im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit bei großen Fundmengen. Hier möchte das Projekt »Massenfunde in archäologischen Sammlungen« ansetzen. Im Rahmen des Projektes soll keine neue Methode entwickelt werden. Vielmehr werden bestehende Methoden in Hinsicht auf Praktikabilität, (Folge-)Kosten und Effektivität miteinander verglichen. Ziel ist es, am Ende des Projektes einen Leitfaden für den Umgang mit Massenfunden aus Eisen bzw. Nassholz erstellen und veröffentlichen zu können, der sowohl in der Werkstatt als auch auf der Grabung zu Rate gezogen werden kann. Projektteilnehmer sind die Archäologische Staatssammlung in München (ASS) und das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz (RGZM). Dabei widmet sich die ASS schwerpunktmäßig dem Bereich »Eisenfunde« während am RGZM hauptsächlich der Bereich »Archäologisches Nassholz« bearbeitet wird. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Gebhard (ASS) und Prof. Dr. Egg (RGZM). Eine 3-jährige finanzielle Förderung des Projektes erfolgt durch die Kulturstiftung des Bundes, bei der im Rahmen des »Programms zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut« (KUR) ein Antrag gestellt und bewilligt wurde.

   
gefördert im KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut
Kulturstiftung des Bundes
Kulturstiftung der Länder